Jugendliche

Die meisten kieferorthopädischen Behandlungen werden zwischen dem neunten und dem zwölften Lebensjahr begonnen und dauern, je nach Umfang und Schwierigkeit, möglichst nicht länger als drei Jahre, meistens sogar wesentlich kürzer.

In Abhängigkeit vom Alter, dem Wachstum und der Zahnentwicklung wird dann der individuell richtige Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn festgelegt.

Das jugendliche Alter ist eine Phase, in der das Wachstum beispielsweise mit losen Spangen beeinflusst werden kann. Es können aber auch Zahnfehlstellungen mit festen Spangen korrigiert werden. Daher sind auch Kombinationen aus herausnehmbarer und festsitzender Kieferorthopädie häufig.

Diagnostik

Wenn nach eingehender Untersuchung und Beratung schließlich eine kieferorthopädische Behandlungsnotwendigkeit festgestellt wurde, erstellen wir die Anfangsunterlagen.

Es werden in unserer Praxis Fotos, Abdrücke von Ober- und Unterkiefer und, je nach Notwendigkeit, Röntgenbilder angefertigt. Um eine unnötige Röntgenbelastung zu vermeiden, verwenden wir ein digitales Röntgengerät der neuesten Generation.

Anhand dieser Unterlagen werden alle Behandlungsalternativen durchgeplant und gegeneinander abgewogen. Daraus entsteht ein individueller, auf den einzelnen Patienten abgestimmter Behandlungsplan, der die Therapieschritte und Behandlungsgeräte umfasst.

Umfangreiche Untersuchung

Man sieht nur, was man weiß.

— Johann Wolfgang von Goethe

Extraktionen

Im Gegensatz zum Hai stehen dem Menschen nur begrenzt Zähne zur Verfügung. Daher sollte jede Möglichkeit genutzt werden, um alle Zähne zu erhalten.

Gerade in der Kieferorthopädie gibt es Therapiekonzepte, die auch bei großen Engständen und Zahnfehlstellungen eine Korrektur ermöglichen, ohne Zähne ziehen zu müssen.

Daher sollte die früher übliche Extraktion vier bleibender Zähne, die auch negative Auswirkungen auf den Profilverlauf des Patienten und dessen Aussehen haben kann, nur in seltenen Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Um eine letztendliche Entscheidung durchführen zu können, müssen nach einer eingehenden Untersuchung und Diagnostik alle Alternativen berücksichtigt werden.

Mitarbeit

Für eine effiziente kieferorthopädische Behandlung und ein perfektes Ergebnis ist auch die Mitarbeit des Patienten erforderlich.

Der wichtigste Anteil liegt sicherlich in einer guten Mundyhgiene. Wir geben hierbei gerne Anleitung und Hilfestellung. Unabhängig von der Kieferorthopädie sollte weiterhin der Zahnarzt zur Kontrolle regelmäßig aufgesucht werden.

Auch das Tragen loser Spangen erfordert die Mitwirkung und Disziplin des Patienten.

Sollte die Mitarbeit allerdings nicht ausreichen, gibt es dennoch Möglichkeiten, mit sogenannten Non-Compliance-Geräten, z.B. den Sabbagh Universal Springs zu einem tadellosen Endergebnis zu kommen.