Kinder

Die klassische kieferorthopädische Behandlung wird meistens erst im jugendlichen Alter durchgeführt. Allerdings werden im Kindesalter oftmals schon die Weichen für die spätere Entwicklung der Zähne und der Kiefer gestellt.

Daher empfiehlt es sich, Ihr Kind rechtzeitig – meist ab dem 7. Lebensjahr oder auf Empfehlung des Zahnarztes – beim Kieferorthopäden vorzustellen, um zu untersuchen, ob prophylaktische Maßnahmen oder eine Frühbehandlung erforderlich sind.

Wenn keine Notwendikgeit für ein frühes Eingreifen besteht, reicht eine jährliche kieferorthopädische Kontrolle neben der zahnärztlichen Untersuchung aus.

Vorbeugung

Treatment without prevention is simply unsustainable.

— Bill Gates

Prävention

Kleine prophylaktische Maßnahmen können verhindern, dass ungünstige Angewohnheiten eine bleibende Zahn- und Kieferfehlstellung nach sich ziehen. Hierzu gehören beispielsweise:

Daumenlutschen
Nägelkauen
Zungenfehlfunktionen
Falsche Schluckmuster
Lippenbeißen oder -saugen

Eine eingehende Beratung, einfache Übungen oder kleine kieferorthopädische Geräte können bei der Umstellung auf günstigere Verhaltenweise helfen.

Die Kiefer und die Zähne können sich dann weiterhin ungestört entwickeln.

Frühbehandlung

Bei bestimmten Zahn- und Kieferfehlstellungen ist es empfehlenswert, eine Frühbehandlung in Betracht zu ziehen. Hierbei erwartet man nach der Korrektur einzelner Probleme eine ungestörte und korrekte weitere Entwicklung der Kiefer und der Zähne. Beispiele für eine Frühbehandlung sind:

Kreuzbiss (umgekehrter Biss)
Starker Überbiss (Stufe zwischen Ober- und Unterkiefer)
Großer Platzmangel (eng stehende Zähne)
Zahndurchbruchsstörungen
Vorzeitiger Verlust von Milchzähnen (z.B. durch Karies)

Diese Behandlungen werden mit herausnehmbaren oder kleinen festsitzenden Spangen durchgeführt und dauern meist nicht viel länger als ein Jahr.